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Karl Oertel
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geboren am :
 
19.07.1825

in Wurzbach
gestorben am :

02.04.1903

in Gaggenau
Aus dem Leben von Karl Oertel
1857 Karl Oertel heiratet Emilie Dürr , die Tochter des Lehestener Bürgermeisters .
1864 Tod des Vaters Ernst Oertel - Karl Oertel übernimmt den Betrieb .
1865 Tod seiner Frau Emilie
1865 Bei Schmiedebach wird die "Oertelsvilla" errichtet .
1866 Karl Oertel heiratet Bertha Schmidt aus Hockeroda , die Tochter eines
Hammerwerksbesitzers . Gleichzeitig erhält er in seinem Schwager Wilhelm Schmidt
einen geschäftstüchtigen Mitarbeiter . Es beginnt ein rascher Aufstieg der Firma
" Karl Oertel Schieferbrüche Lehesten " .
1868 Großes Wirtschaftsgebäude wird mit Küche , Speisesaal , Bäckerei und
Brauerei errichtet .
1872 Errichtung einer Bibliothek mit über 500 Bänden für das Lesebedürfnis seiner
Arbeiter
1875 Bau von Werkstätten : Schmiede , Schlosserei , Wagnerei , Sägewerk und Zimmerei
Karl Oertel gründet für die Kinder seiner ansässigen Beamten und Arbeiter eine
Privatschule bei Schmiedebach .
Ein Betriebskrankenhaus wird errichtet .
1877/78 Karl Oertel lässt durch seinen Baumeister Brandes mit einem Kostenaufwand von
40.000 Mark eine Schule für Lehesten erbauen .
29.09.
1878
Einweihung der "Oertelsschule" am Ende der "Karlstraße" ( benannt nach Karl
Oertel )
Heute : "Straße der Jugend"
1879 Karl Oertel beteiligt sich am Bau der Schule für Schmiedebach .
1884 Bau der Eisenbahn von Eichicht bis Stockheim (Bayern) beendet
01.12.
1885
Nebenbahn Ludwigsstadt - Lehesten wird innerhalb von 3 Monaten auf Initiative
von Karl Oertel und einer Vorfinanzierung von 300.000 Mark eröffnet . Im
Anschluss an diese Bahnlinie wurde vom Gräppenbach aus durch den Gloppenbach
eine Verbindungsbahn zum Bahnhof Lehesten gebaut , die 2,6 km lange Zahnradbahn .
1885/86 Die Schieferbrüche sind die ersten Betriebe in Thüringen , die mit elektrischer Beleuchtung
versehen waren (noch vor Carl Zeiss Jena ) .
Karl Oertel errichtet ein Elektrizitätswerk .
1888 Karl Oertel stiftet einen Bauplatz für ein Kinderheim in Lehesten .
1890 bis
1900
Sein Betrieb erreicht mit 860 Beschäftigten seine Höchstleistung und gilt als größter
Arbeitgeber in Thüringen .
1895 Aus Anlass seines 70. Geburtstages stiftet er ein Kapital von 100.000 Mark zugunsten
seiner Arbeiterschaft . An ehrenden Anerkennungen seines rastlosen Schaffens hat es
Karl Oertel nie gefehlt . Die damalige Sachsen - Meininigsche Landesregierung erkannte
die hohe Bedeutung des Oertelschen Betriebes und zeichnet den Inhaber der Firma
durch Titel - und Ordensverleihungen aus .
1903 Am 02. April 1903 stirbt Karl Oertel auf seinem Landsitz bei Gaggenau in Baden .
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Die Fürsorge des Geheimrates Karl Oertel für seine Arbeiter
 und Beamte galt auch deren Kindern . So begründete er ,
wie bereits erwähnt , am 24. Mai 1875 eine Schule , in der die Kinder seiner
Beamten und Arbeiter Aufnahme fanden und die er aus eigenen Mitteln
 unterhielt . Auch umliegende Gemeinden konnten sich seiner
Jugendfürsorge erfreuen . Karl Oertel ließ in den Jahren 1877 / 78 der
Stadt Lehesten ein Schulhaus errichten , in dem sich heute unsere
Grundschule befindet , die nach ihm benannt wurde .
 Das in den beiden folgenden Jahren 1879 / 80 in Schmiedebach
erbaute Schulhaus zählt mit zu den Oertelschen Stiftungen , wurde doch
dessen Bausumme je zur Hälfte von Geheimrat Oertel und der Coburg -
Gothaischen Kreditgesellschaft , die in jener Zeit das "Fröhliche Tal"
betrieb , bestritten .
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